Das Wunder der inneren Einstellung

Ich konnte lang, das Thema der inneren Einstellung nicht greifen oder erkennen welchen Einfluss sie hat oder wie sie gar zu lenken ist. Ich möchte Dir heute an einem Beispiel zeigen, wie dann doch eine Veränderung bei mir geklappt hat. Fast zufällig.

Denkst Du auch, dass Bewegung oder Sport wichtig für Deine Gesundheit, Deine Kreativität und Dein seelisches Wohlbefinden ist? Ich denke das eigentlich schon, dass Bewegung wichtig ist und für alles möglich förderlich. Dennoch habe ich mich fast mein ganzes Leben lang mit Nichtstun und dem daraus resultierenden schlechten Gewissen gequält. Ich bin keine Sportskanone und jedes Mal wenn es mir nicht gut ging, habe ich gedacht: Ist ja klar, Du machst ja kein Sport. Wenn Du Dich bewegen würdest, dann….
Ich habe einfach nichts Passendes für mich gefunden, trotzt aller Herumprobiererei, bin ich immer wieder im Sessel bei meinen Büchern oder am Schreibtisch gelandet. Mit viel Frust habe ich das Fitnessstudio gekündigt, das Lauftraining abgebrochen, Wasser gescheut, das falsche Fahrrad gefahren und das Atmen beim Yoga verflucht. Bewegung und Versagen waren lang ein und derselbe Gedanke. Egal ob Fitnessstudio, Joggen, Yoga, … nichts hat sich für mich richtig und gut an gefühlt. Mein Kopf hat mich zur Bewegung getrieben, aber es war eine reine Quälerei. Es war für mich auch eine Quälerei, weil mein Kopf während des Sports gelangweilt war und mich tyrannisiert hat.

Mein Sportsgeist bestand so lange Zeit aus Fußball vor dem Fernseher oder am Spielfeldrand bei meinen Jungs. Gut vielleicht habe ich dort mehr Meter zurückgelegt als andere Mütter, aber als Bewegung, lasse selbst ich das nicht durchgehen. Ich war schon immer ein begeisterter Zuschauer, aber selbst in Bewegung sein???
Bewegung war Zwang und total verkopft, in dem Klischee was Sport alles sein sollte. Was ich lang nicht bemerkt habe ist, dass ich mich grundsätzlich gern an der frischen Luft bewege. In Form von laufen, spazieren, hiken, wandern oder wie auch immer man es nennen mag. Jedoch zählte das in meinem Kopf nicht zu Sport. Es war mir zu einfach, zu wenig, zu banal.
Irgendwann habe ich meine innere Einstellung geändert und diese Form der Bewegung zum Sport erklärt. Ich bin einfach losgelaufen und habe festgestellt, dass es mir danach durchaus besser geht. Also gewinne ich Mehrwert für meinen Körper und meiner Kreativität.

Außerdem habe ich meine Langeweile mit einem Trick in den Griff bekommen. Ein befreundeter Coach, nannte es „Transformation der inneren Einstellung“. Was ich gemacht habe?

Ich habe begonnen, mir während des Laufens vorzustellen, dass ich auf dem Appalachian Trail unterwegs bin und nicht jeden Tag die gleiche Runde in und um Nußloch laufe. Der Appalachian Trail ist einer der Fernwanderwege, die ich gerne mal laufen würde. Ein Traum von mir, der wirklich schwer zu realisieren sein wird. Aber ihn erst einmal im Kopf zu laufen und mir vorzustellen wie es wäre, ist perfekt gegen meine aktuelle Langeweile unterwegs. Ich denke darüber nach welche Tiere ich unterwegs sehen würde, zu welchem Shelter ich gerade unterwegs bin oder wo ich mein Wasser auffüllen könnte.

Irgendwann habe ich einer Freundin und Kollegin von dieser Technik erzählt. Jane hat diese Idee ausgeschmückt und mir vorgeschlagen, in Gedanken doch in Deutschland zu bleiben und zu meinen Netzwerkkontakten zu laufen und diese dann virtuell zu besuchen. Gesagt getan. Jetzt hat mein Kopf also bei ganz großer Langeweile sogar zwei Optionen. Dieses Kopfkino unterstützt mich bei der Regelmäßigkeit und so laufe ich inzwischen täglich mindestens 5 km. Dank dieser Idee bin ich in diesem Jahr schon mehr als 450 Kilometer gelaufen. 450 km die meine Gesundheit, mein Wohlbefinden und meine Kreativität gestärkt haben.

Idee 51: verändere Deine innere Einstellung mit gezielten Gedanken, stelle Dir den optimalen Rahmen für Dein Projekt im Kopf vor

Seit ich mir in Gedanken alles mögliche rund um meinen Magic Hike vorstelle, ist mir nicht mehr langweilig. Mein Kopfkino hilft mir dranzubleiben, deshalb bewege ich mich jetzt täglich.

Meine Erwartung ist jetzt eine andere. Der Zusammenhang von Bewegung und Frust ist aufgelöst. Weniger war in meinem Fall mehr. Vielleicht wäre schwimmen, joggen oder Pilates oder… Noch besser für meinen Körper. Für meinen Geist auf jeden Fall nicht. Die täglichen 5 km (das sind sie wieder die daily 5 ;-)) sind viel mehr als nichts.

Idee 52: Finde den für Dich perfekten Zeitpunkt und nutze ihn

Meine innere Einstellung zu diesem Thema zu ändern war noch komplizierter. Ich bleibe beim Thema Bewegung, um diesen Vorgang zu beschreiben.
Mein ganzes Leben war ich davon überzeugt, dass entweder morgens oder abends die beste Zeit zum sporteln ist und Bewegung nur da sinvoll ist. Ich kenne nur Menschen, die zu dieser Zeit sporteln und da werden auch die Kurse und co angeboten.
Morgens habe ich mir mit Bewegung jegliche Energie geraubt – am liebsten gleich wieder ins Bett. Als Eule bin ich Abends am kreativsten und produktivsten und sehe Sport nur als unangenehmen Zeitdieb. Zuzulassen, dass ich mich bewege, während der Rest der Familie in Büro und Schule hockt, war eine Herausforderung. Klar arbeite ich noch, während alle anderen schon auf der Couch hocken, aber mir eine XXL- Mittagspause zu gönnen, war nicht einfach.

Inzwischen habe ich mich so an diese Mittagsroutine gewöhnt, dass ich sie vermisse, wenn der Terminkalender es nicht hergibt. Ich laufe mittags meine Runde, dann esse ich und im Anschluss gibt es noch ein powernapping. Seit ich das so mache vergesse ich auch meine Mittagsmahlzeit nicht mehr. Ich “verliere“ so jeden Tag Arbeitszeit, aber wahrscheinlich überrascht es Dich nicht, dass ich produktiver bin, mich körperlich wohler fühle (ohne schlechtes Gewissen) und damit auch glücklicher bin. Am Ende des Tages habe ich einige Häkchen mehr an meiner ToDo Liste, als in der unbewegten Zeit meines Lebens.

Ich bin neugierig 😉 Welche Filme laufen in Deinem Kopfkino und was hat sich dadurch für Dich verändert?

think orange und Glück Auf!

Deine Kristiane

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