Was fehlt noch zum Thema Geld? – natürlich eine Liste

Heute möchte ich Dir eine ganz pragmatische und gut bekannte Idee mit auf dem Weg geben. Und weil Knöpfe kein offizielles Zahlungsmittel sind, geht es wieder um Geld und ein „Haushaltsbuch“. Zum einen, ist ein grober Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben wichtig, damit Du Dein Geld auch zielführend für Dein Alltagsglück einsetzen kannst. Zum anderen, gibt Dir ein Überblick über Dein Budget auch Sicherheit. Ich habe mich lange, sehr lange gegen die “Buchführung” gewehrt. Aus der festen Überzeugung heraus, dass das Geld dadurch ja nicht mehr wird und sich auch an meinem Konsumverhalten nichts ändern wird. Durch die unterschiedlichsten Erfahrungen wurde ich eines besseren belehrt. Denn nur, wenn ich (und mein Mann 😉 ) meinen Geldfluss kenne, kann ich diesem, die gewünschte Richtung geben. In einem 5 Personenhaushalt ist der Geldfluss nicht unerheblich und insbesondere die “Kleinbeträge”, die die Kids aus dem Geldbeutel ziehen, sind faszinierend zu beobachten. Manche Ausgaben unterschätzt man und manche überschätzt man (also Frau auch 😉 ). Inzwischen ist die Dokumentation meines Geldflusses zur Gewohnheit geworden und ich wehre mich nicht mehr, weil ich die Ergebnisse gnadenlos für mein/unser Alltagsglück ausnutze. Ich dokumentiere nicht jeden Cent, aber schon ziemlich viele.

Idee 32: Dokumentiere Deine Einnahmen und Ausgaben

Das funktioniert handschriftlich mit einem klassischen Haushaltsbuch aus Papier, einer Exel-Liste oder einer App (z.B. DailyBudget). Nutze dabei das Medium, dass zu Dir passt und Dir die Dokumentation erleichtert und kein Hindernis darstellt.

Mein Netzwerk-TIPP: Linda Benninghoff hat Tipps zu den Fixkosten veröffentlicht und sie hat sich auch Gedanken über ein Glückseinkommen“ gemacht.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Der Ruf nach Döner erschallt im Haus und es entsteht ein reger Austausch über gesunde Ernährung, Extrakosten in der Haushaltskasse und Glücksgefühlen. Das Abfärben meiner Glücksdenke auf die Kinder hat den Vorteil, dass wir in diesen Situationen offen über diesen Fokus reden können und viele Entscheidungen so anders aufgenommen werden.

Ich habe 5€ und drei Wünsche – welcher davon macht mich am glücklichsten, wenn er realisiert wird? Das macht sogar den Kids Spaß. Manchmal muss ich zwar den Kopf schütteln und habe Zweifel am Glück durch überteuerte Bonbons am Schulkiosk, aber ein klares und sicheres Votum überzeugt dann manchmal auch die Mama.

Du triffst wahrscheinlich täglich viele kleine Glücksentscheidungen, die mit Geld in irgendeinem Zusammenhang stehen. Egal ob es um Genussmittel, Geschenke, Komfort oder Lebensziele geht,

Und was ist mit den unsäglichen Fixkosten?

Manche Ausgaben sind nun mal notwendig und an denen kann nicht gerüttelt werden. Dennoch kannst Du mit ihnen spielen. Es ist vielleicht unbequem Strom, Benzin oder Wasser zu sparen, aber wenn am Ende ein Ausflug, ein Kinobesuch oder ein anderer Glücksbringer steht, dann verändert sich die Motivation. Voraussetzung dazu ist aber, dass Du die Zahlen kennst, einen Überblick hast und das ersparte Geld dann auch wirklich glücksbringend einsetzt.

„Das ist jetzt unser Stromsparausflug.” manifestiert den Erfolg und das gemeinsame Alltagsglück – er erzeugt Verbundenheit.

 

Haderst Du manchmal grundsätzlich mit Deinen Fixkosten? Nervt die Miete, die Hypothek, die Gebühren und Versicherungen?

Mich schon und ab und an frage ich mich, ob es auch da vielleicht einen Zusammenhang zum Alltagsglück gibt. Ich wollte unbedingt ein eigenes Haus. Obwohl ich nur schöne Erinnerungen an eine Kindheit in einer kleinen Mietwohnung habe, ist es dennoch schon immer mein Wunsch gewesen. Doch ich gestehe, dass ich an manchen Tagen sogar meinen Mann brauche, der mich erinnert, dass mich dieses Haus (mit seinen Kosten) glücklich macht – oder? Ja klar, macht es das und trotzdem verliere ich dieses Glücksgefühl regelmäßig im Alltag.

Was ich noch verliere? Ich liebe ein gewisses Maß an Sicherheit und deshalb ist es gut, dass Versicherungen meine Sicherheit unterstützen. Ich fahre nun mal angeschnallt Auto, auch wenn ich mir durchaus bewusst bin, dass ein Unfall trotzdem nicht gut ausgehen kann. Also machen mich auch diese Kosten glücklich, weil mir Sicherheit wichtig ist. Der Komfort durch Wasser, Strom und Infrastruktur ist schon so selbstverständlich, dass kaum noch ein Zusammenhang zum Alltagsglück hergestellt werden kann. Dennoch ist es ein Glück, dass diese Dinge meistens in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Es ist noch nicht lang her, da fiel in unserer Region für mehr als eine Stunde der Strom aus – man waren wir glücklich, als die Lichter angingen und der Alltag wieder seinen Lauf nahm.

Idee 33: Finde den Zusammenhang zwischen Deinen Fixkosten und Deinem Alltagsglück

Vielleicht bist Du ja bereit in manchen Bereichen auf Komfort zu verzichten, um an anderen Stellen Deinen Glückspegel zu heben. Vielleicht ist ja auch alles gut so wie es ist und Du entdeckst nur, welche Selbstverständlichkeiten Du finanzierst und das ein Fehlen Dich weit unglücklicher machen würde, als es Dich im Moment glücklich macht. Aber ich behaupte mal, dass allein schon dieser Gedanke positiven Einfluss auf Dein Glücksgefühl haben wird.

Idee 34: Markiere die Glücksbringer in Deinen dokumentierten Einnahmen und Ausgaben.

Meine Einnahmen sind meistens Glücksbringer, weil mein Job einfach geil ist. Eine Freundin, die sich gerade auf Stellensuche befindet, empfindet das sicherlich nicht so.
Manche Zahlen sind auch auf den ersten Blick neutral und erst auf den Zweiten, sind die Essensmarken für die Kids ein Glücksbringer, weil ich Mittags nicht kochen muss. So kannst Du Dir bewusst machen, was mit Deinem Geld passiert und warum.

Probiere die Idee eine Weile aus und schau was sie mit Deinem Alltagsglück macht.

Was denkst Du, könnten diese Ideen etwas an Deinem Alltagsglück ändern?

Bis bald!

think orange und deine Idee lebt.
Kristiane

4 Kommentare

  1. Ich nutze GnuCash und kann das nur jedem ans Herz legen. Am Anfang ist es bissle Arbeit, aber dann ein geniales Tool, um alles im Blick zu haben.
    Die Fixkosten habe ich im Excel und teile die, die nicht monatlich sind durch 4 bzw. 12 und das wird automatisch am Anfang des Monats auf ein anderes konto gebucht. Wenn das Geld dann dran ist, nehme ich es von dort und bezahle.

    • Danke liebe Meike und GnuCash schaue ich mir auch mal an – Danke für diesen Tool-Tipp. Das mit den Fixkosten machen wir auch so – mein Mann hat das mal für’s Haus eingerichtet und inzwischen nutzen wir es für alle Fixkosten. Ein Urlaubskonto ist auch cool – kann man mit Geldgeschenken, Sonderzahlungen und einer monatlichen Sparrate füllen.

  2. Liebe Kristiane,
    vielen Dank für deinen Artikel. Ich mache schon seit einer Weile meine Kostenaufstellung in Excel und ich muss sagen, es ist ein tolles Gefühl seine Zahlen zu kennen und wenn am Ende noch ein + dasteht dann ist es wirklich ein Glücksgefühl.

    Auch meinen Fixkosten blicke ich positiv entgegen, weil manche davon gar nicht selbstverständlich sind und ich diese schon ein Stück weit als Luxus verzeichnen kann (dazu zähle ich auch so manche Versicherung 😉 )

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