Freundschaften, Alltagsglück und Kristianes Stammtisch

Kennst Du das auch, dass es im Alltag oft schwierig ist, den Kontakt zu Deinen Bekanntschaften zu halten und Deine Freundschaften zu pflegen? Besonders, wenn man so wie ich, zu der eher kontaktfreudigen Kategorie Mensch gehört, sind Zeit und soziale Kontakte ein Thema.

Der Tag ist definitiv zu kurz und die verschiedenen Rhythmen jedes Einzelnen und jeder Familie machen Verabredungen nicht gerade leichter. Es gibt Phasen, da ist es ein Leichtes den Austausch zu gewährleisten, weil man sich regelmäßig sieht – zum Beispiel auf der Arbeit, im Kindergarten, auf dem Fußballplatz,…..
Wenn sich jedoch diese Gemeinsamkeiten verändern, wird es schwieriger sich regelmäßig zu sehen.
Ich habe aus jedem Arbeitsverhältnis eine Lieblingskollegin mit in die Zukunft genommen, ich versuche Kontakt zu Kommilitonen zu halten und auch aktuelle und neue Freunde und Bekannte regelmäßig zu schreiben, telefonieren oder zu sehen. Als Mutter von drei Kindern lernt man viele nette andere Mütter kennen und solang die Kids den gleichen Kindergarten, Verein oder Klasse besuchen, sieht man sich regelmäßig und es ist leichter in Kontakt zu bleiben. Die Kinder kommen in die Schule, spielen irgendwann lieber Handball als Fußball und schon trennen sich die gemeinsamen Wege wieder.

2013 habe ich das erste Mal zu “Kristianes Stammtisch“ eingeladen. Jeden vierten Donnerstag im Monat gehe ich um 20Uhr in mein aktuelles Lieblingslokal und freue mich über meine Mädels, die diesen Abend gemeinsam mit mir verbringen. Neben all den „Einzelverabredungen“, die ich habe, ist der Stammtisch immer etwas besonderes und der Überraschungsfaktor, wer diesmal dabei sein wir, hat immer wieder seinen Reiz.

Mir war von Beginn an klar, dass die Einladung zu diesem Angebot, nicht für jeden passen wird. Für manche nie, für die einen ab und zu und für andere regelmäßig. Noch nie habe ich einen Abend allein verbracht und ich bin immer wieder über die Dynamik innerhalb der Gruppe überrascht.
Entstanden ist die Idee nach meinem Geburtstag. Die Mädels hatten sich sehr über die Gelegenheit gefreut, sich mal wieder zusehen und es sind kreuz und quer angeregte Gespräche entstanden. Immer wieder hörte ich: “Es ist schade, dass wir uns so selten sehen.“ Also habe ich diese Gelegenheit geschaffen.

Idee 25: Gründe Deinen eigenen Stammtisch

Mit der größte Vorteil ist die Regelmäßigkeit der Treffen, der Wegfall der immer wieder kehrenden Terminabsprache und das unverbindliche Angebot. Gut manchmal könnte das auch ein Nachteil sein, aber jede Medaille hat nun mal zwei Seiten. In der ganzen Zeit habe ich einmal den Termin absagen müssen, weil mein Sohn genau an diesem Tag den Finger gebrochen hatte. Ansonsten ist dieser Termin unantastbar. Mein Mann richtet seine Termine danach aus, ich freue mich darauf und es ist eine große Konstante in meinem Leben geworden.

Als ich gestartet bin, war ich unsicher, was die Organisation angeht – jedem gerecht zu werden schien schier unmöglich. Egal ob es um den Termin, darum wen ich einlade oder um die Auswahl des Lokals ging, es war nie möglich allen gerecht zu werden. Also habe ich mir irgendwann gesagt: “Mein Stammtisch, meine Regeln.“ Die Vorstellung, dass ich einen Rahmen haben möchte, der es möglich macht, diesen Abend auch allein zu verbringen, war dabei eine große Hilfe. Außerdem wollte ich ein Angebot schaffen, dass mein Alltagsglück stärkt (und hoffentlich auch das der anderen) und nicht schwächt. Heute freue ich mich über jede, die es einrichten kann, diesen Abend mit mir und den anderen Mädels zu verbringen und ich bin niemanden böse, wenn es, warum auch immer, nicht klappt oder das Angebot einfach nicht taugt.

kann für Dich ein genereller Ansatz sein, um zu uterstützen, wenn schwierige Entscheidungen zu treffen sind.

Die Stammtischgruppe lebt und verändert sich seid ihrem Bestehen, so wie ich mich auch. Ich bin froh, dass ich meine Mädels um mich herum habe und freue mich schon auf den nächsten Stammtisch, der regulär auf Heiligabend fällt und deshalb vorgezogen wird.

Wie organisierst Du Deine sozialen Kontakte, wie schaffst Du es Deine Freundschaften regelmßig zu pflegen?

think orange und deine Idee lebt.
Kristiane

4 Kommentare

  1. Liebe Kristina,

    die Stammtisch-Idee ist genial. Leider bei mir nicht machbar, da die meisten Freunde weit weg wohnen. Mein „Stammtisch“ ist das Telefon 😉 das gebrauche ich oft und lange und viel und … typisch Frau eben. Ich bin froh um die Technik und die Möglichkeit so Kontakt haben zu können. Gerade im Alltag. Nicht immer lässt es die Zeit zu – lange Strecken zu fahren.

    Mit sonnigen Grüßen
    Jana

    • Hallo liebe Jana, leider ist der Stammtisch wirklich nur eine räumlich begrenzte Option. Mir geht es auch wie Dir und wenn dann noch die Zeitverschiebung dazu kommt, wird es richtig schwierig. Ich bin froh über Fb und co, so sehe ich mal ein Bild, einen Post und kann ein bisschen teilhaben am Leben meiner Lieben. Vielleicht gibt es irgendwann einen virtuellen Stammtisch per Skype, Google Hangout . Hast mich grad auf eine Idee gebracht 😉
      orangene Grüße für Dich liebe Jana

  2. Liebe Kristiane, es ist wirklich verdammt schwer, den Kontakt zu all den lieben Menschen aufrecht zu erhalten. Deine Idee mit dem Stammtisch ist einfach GROßARTIG und ich bin jetzt schon am überlegen, wie sich das für mich umsetzen lässt.

    ♥♥ ganz liebe Grüße Franka ♥♥

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