Warum ich Titel wie “Lebe Deine Leidenschaft” und co nicht mehr hören mag

Immer öfter frage ich mich, ob man das wirklich braucht, dass die Leidenschaft zum Beruf wird? Inzwischen ist das Angebot zu diesem Thema ja riesig und an manchen Tagen könnte man meinen, dass ein Angestelltenverhältnis zwingend bei jedem und immer pures Unglück bedeutet. Im Gegensatz dazu wird die Selbstständigkeit als ultimativer Glücksbringer gepriesen.
Im Alltag erlebe ich jedoch durchaus glückliche Angestellte und unglückliche Selbständige.

Doch wie kann das sein?

Läuft da etwas falsch? Nein – denn ich glaube mal wieder, dass Pauschalisierungen auch bei diesem Thema nicht funktionieren. Jeder Mensch ist verschieden und ich glaube fest daran, dass es in jeder Lebenssituation möglich ist, glücklicher zu werden, ohne seinen Berufsstatus komplett über den Haufen werfen zu müssen.
Denn egal ob selbstständig oder angestellt gibt es Herausforderungen, die uns der Alltag abverlangt.

Ist Berufliches Glück wirklich nur möglich wenn du deine Eine Leidenschaft zum Beruf machst?

Wieder sage ich – NEIN. Das kann ein Glücksbringer sein, muss aber nicht.
Denn wer kann sicher sagen, dass sich die EINE Leidenschaft nicht durch einen neuen Status abnutzten würde und ihren Reiz verliert. Vielleicht macht es Dir in der Menge, dann doch nicht mehr den Spaß, den Du Dir vorgestellt hast. Oder aber die EINE Leidenschaft ist als Ausgleich in der Freizeit viel wertvoller, als sie zum Beruf zu machen, weil der Beruf ja eigentlich ok ist und auf keinen Fall unglücklich macht. Berauben wir uns vielleicht auch einer Möglichkeit, wenn wir uns sowohl beruflich als auch privat nur auf das eine Thema fokussieren? Sicher gewinnt der Eine mit diesem Ansatz und ein anderer verliert.
Wie oft lese ich in Artikeln zu diesem Thema die Wörter einfach, leicht, unbeschwert, mühelos, aber ist das wirklich in jeder 1 : 1 Situation so? Oder handelt es sich vielleicht nur um ein allgemein beschriebenes positives Grundgefühl, dass dann den Alltag erfüllt?
Ich liebe meinen Job und ich übe ihn mit Begeisterung und Leidenschaft aus.

ABER: es gibt auch Aufgaben, die einfach dazu gehören, aber mir nicht so liegen. Genau die kosten mich im Alltag Überwindung. Als Einzelunternehmerin kann ich mir nicht immer nur die Rosinen unter meinen Aufgaben raus picken. Alle Aufgaben von A bis Z liegen in meiner Hand und bis man als Unternehmerin ans delegieren und outsourcen kommt, ist es ein weiter Weg auf dem das Glück schon mal auf der Strecke bleiben kann.

Das kannst Du verhindern, in dem Du Dein Alltagsglück in diesem Bereich unter die Lupe nimmst. Und ich möchte mit meinen Ideen diesen Weg ebnen, um einen ausgeglichenen Pegel in Deinem Alltagsglück zu halten und Deine EINE Leidenschaft nicht verheizen.
Es ist wichtig, egal ob Du angestellt oder selbstständig bist, eine Strategie in petto zu haben, mit den ungeliebten Dingen umzugehen und sie so angenehm wie möglich über die Bühne zu bringen.
Eine Strategie kann durchaus auch “Augen zu und durch“ heißen. Es muss nicht alles Spaß machen, das Entscheidende ist das positive Grundgefühl, dass am Ende des Tages übrig bleibt.

Idee Nr. 41: Suche nach Strategien, die die Erledigung Deiner mühevolleren Aufgaben erleichtern.

Weitere Ideen dazu findest Du hier
Denn das ist das Entscheidende – wie gehe ich mit den unangenehmen Dingen im Job oder auch im Haushalt, in der Familie um, damit mein Alltagsglück nicht beeinträchtigt wird.
Es kann der schicke Schreibtisch, Ordner in der Lieblingsfarbe oder Musik beim Putzen sein. Kleinigkeiten, die oft übersehen werden. Probiere es mal aus und putze die erste halbe Stunde mit Musik und die zweite ohne. Funktioniert natürlich nur, wenn Du grundsätzlich Musik magst und putzen nicht Deine EINE Leidenschaft ist.

01c1b2f64b48f602fc40bd42f621b9283e4884103aMeine Kinder mochten zum Beispiel ihre Schulbücher lieber als ich sie noch mit Packpapier einbinden und verscrappen durfte.

 

 

Ein anderes Beispiel ist meine neue Stifterolle. Ziemlich lang war ich auf der Suche nach etwas passendem -natürlich in orange 😉 . Der Zufall wollte es, dass sich 4 umtriebige Powerfrauen um eine kreative Lösung für mein Problem bemüht haben und jetzt grinse ich schon, wenn sie nur auf dem Schreibtisch liegt. Der Dank dafür geht an Sarah von http://www.teufelswerk-by-sarah.de/stifte

Sie könnten Dich glücklicher machen. Was genau Dich persönlich glücklicher macht, findest Du nur durch ausprobieren heraus.

Idee Nr. 42: Verändere den Beginn Deiner ungeliebten Aufgaben

Probiere doch mal folgende Strategien aus:

  • Stelle die unangenehmste Aufgabe an den Anfang oder an das Ende Deines Arbeitstages
    Für den einen fühlt es sich erfüllend an, wenn das schwierigste zuerst weg ist und der Rest des Tages davon befreit und für einen anderen halt nicht. Es kann auch demotivierend sein und das Aufschieben fördern.
  • Vielleicht passt deshalb für Dich besser der Ansatz: “Jetzt noch diesen Scheißdreck hier Wegarbeiten und dann ist Feierabend.“
  • Begrenze die Zeit für unangenehme Aufgaben. z.B. nur 10min Ablage, ich bügle nur 10Teile oder schreibe genau diese eine unangenehme Mail, bevor ich mir meine Pause mit einer Latte macchiato gönne.

Und damit komme ich schnell noch zum Belohnen. Klappt auch nicht bei Jedem. 😉 Ich habe z.B. herausgefunden, dass mir Belohnungen nicht helfen, wenn ich eine Routine einführen möchte. Handelt es sich aber um eine unangenehme Einmalaufgabe, dann funktioniert eine Belohnung wieder.

Idee 43: Belohne Dich, wenn eine unangenehme Aufgabe erledigt ist.

Wenn Du Deine ganz individuellen Strategien für die unangenehmen Aufgaben entwickelt hast, dann kannst Du das Glücksgefühl, dass durch Deine Leidenschaft im Job entsteht länger aufrechterhalten.

Weitere Tipps findest Du in diesem Artikel von Claudia Kauscheder http://abenteuerhomeoffice.at/2015/02/arbeit-macht-keinen-spass/

Wie geht es Dir mit Deinen unangenehmen Aufgaben? Welche Strategien nutzt Du?

think orange und deine Idee lebt.
Kristiane

2 Kommentare

  1. Liebe Kristiane,

    vielen Dank für’s Verlinken! Ich kenne es auch umgekehrt – das der Beruf zur Leidenschaft werden kann …

    Super Strategien hast du da zusammengetragen, danke!

    Liebe Grüße,
    Claudia

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