Mein Miracle Morning

Ich drücke mich mal wieder. Prokrastination vom Feinsten 😉

Warum? Hal Elrod, der Autor des Buches „Miracle Morning“ liegt an Krebs erkrankt in der Klink. Das hat mich nicht nur erschüttert, sondern auch einige Fragen aufgeworfen. Wie sollte es auch anders sein.

Ich frage mich, was muss der Mann noch alles bewältigen und warum landet so viel Elend und Herausforderungen ausgerechnet bei ihm.

Weil es mich so beschäftigt, habe ich mit meiner geschätzten Lovely Business Lady Sarah darüber gesprochen. Sarah glaubt, dass es Menschen gibt, die aus schwierigen Situationen ganz großartige, für andere sehr hilfreiche Dinge erschaffen. Hal gehört zu diesen Menschen. Ohne seine Depression 2008 wäre Miracle Morning nie entstanden und ohne seinen Unfall, hätte er es vielleicht nicht aus eigener Kraft geschafft, sich mit dem Miracle Morning selbst zu helfen.  Außerdem ist Sarah davon überzeugt, dass jedem immer nur dass aufgebürdet wird, was er auch tragen kann.

Ich weiß immer noch nicht so genau, ob mich Sarahs Ansatz tröstet oder ich ihm sogar folgen kann, aber es ist mal eine andere Perspektive und ich beginne, mich mit ihr anzufreunden. Es könnte ja auch ein Geschenk sein, wenn man sich in festem Glauben darauf verlassen kann, alle Herausforderungen zu bewältigen, die einem das Leben immer mal so vor die Füße wirft.

Vielleicht hat Hal genau diesen festen Glauben, denn er ist voller positiver Energie und Optimismus. Vielleicht ist es aber auch sein Miracle Morning. Egal was, ich versuche, trotz meiner Betroffenheit, diesen Artikel über meinen Miracle Morning zu schreiben und ihn nun nicht mehr länger aufzuschieben.

Der Miracle Morning beginnt schon am Abend. Mit einer Affirmation verspreche ich mir selbst morgens aufzustehen und warum. Ich bereite mein ruhiges Plätzchen vor, richte Schreibzeug und mein Buch.

Um 5Uhr morgens klingelt mein Wecker und dann gönne ich mir eine schnelle Zahnbürste und etwas kaltes Spritzwasser ins Gesicht. Dann ziehe ich mich um. Bequeme Klamotten, aber raus aus dem Schlafanzug – ganz ganz wichtig für mich. Behalte ich meinen Schlafanzug an, bleibe ich im Schlafmodus. Ausnahme, wenn ich direkt vom Bett an den Laptop gehe und an einer neuen Idee arbeite. Aber das versuche ich seit einigen Monaten zu vermeiden, weil ich an diesen Tagen, meinem Mann am Abend, immer noch im Schlafanzug, die Tür öffne ;-).

An den meisten Tagen habe ich eine knappe Stunde zur Verfügung, bevor meine Familie die Bühne des Tages betritt.

Diese eine Stunde starte mit einer Affirmation, dann schreibe ich 10 Dinge in mein Dankbarkeitstagebuch. Mit ein paar Dehnübungen oder push ups bringe ich meinen Kreislauf in Schwung, ansonsten würde ich beim nächsten Punkt vielleicht wieder einschlafen. Denn da steht Visualisierung auf dem Plan. Ich starte mein Kopfkino und visualisiere meine Ziele. Meist beginne ich damit, mir den perfekten Tag vorzustellen, dann visualisiere ich noch ein Nahziel und Fernziel. Ich versuche mir meine Projekte so genau wie möglich vorzustellen und allen Farben (also orange) auszumalen. Das Visualisieren ist mit der wichtigste Bestandteil meines Morgens.

Um wieder ins hier und jetzt zu gelangen lese ich noch ein paar Minuten in dem Buch, was ich gerade lese.

Und dann holt mich der Familienalltag.

Die Aufschieberitis dieses Artikels hatte auch zur Folge, dass ich mit meinem Miracle Morning geschlampt habe. Gut, eigentlich könnte ich es auch „aus dem Ruder gelaufener Selbstversuch“ nennen. Ich wollte herausfinden, ob dieses Ritual wirklich noch so wichtig für mich ist oder es vielleicht sogar überflüssig und überbewertet. Ich habe ein paar mal versucht, ohne Miracle Morning in den Tag zu starten und was soll ich sagen, es war keine gute Idee. Für mich trifft wirklich zu 100% zu, dass mein Tag genauso wird, wie ich gestartet bin.

Wenn vom Bett auf die Couch dümple und ich träge und im Halbschlaf eine Visualisierung versuche, dann verbringe ich auch meinen ganzen Tag unproduktiv im Halbschlaf. Die Tage sind zäh und meine langweiligen „Lieblingsaufgaben“ kosten noch mehr Überwindung als sonst oder bleiben sogar liegen. Zu allem Überfluss gesellt sich dann der beste Kumpel der Trägheit, das schlechte Gewissen hinzu. In meinem Kopf feiern die beiden dann eine Party und habe gut zu tun, die Herrschaften wieder nach Hause zu bringen.

Unabhängig davon, ob man als Frühaufsteher nun erfolgreicher ist oder auch nicht, genieße ich es einfach, den Tag mit  mir, meiner Leidenschaft und in Ruhe zu beginnen. Ich bin dankbar für diese Zeit, in der ich mich ganz auf meine Weiterentwicklung und Fokussierung konzentrieren kann. Auch für Hal war diese Zeit am Morgen eigentlich nur eine Notlösung, denn auch er ist wie ich eine Eule. Es hat bei uns Klick gemacht und seit ich nicht mehr um jede Minute Schlaf am Morgen kämpfe, fühlen sich meine Tage glücklicher und zufriedener an. Es tut mir gut, wenn ich in den Tag starte mit den Dingen, die mir gut tun, die mich weiter bringen und glücklich machen. Nicht dass der Alltagswahnsinn mit fehlenden Schlüsseln, falschem Belag auf den Schulbroten oder unterschiedlichen Socken, mich nicht glücklich machen würde, aber es fühlt sich doch ein bisschen anders an, wenn das die Dinge sind, die einem am Morgen als erstes begegnen. 😉

Wie beginnt eigentlich Dein Tag?

think orange und Glück Auf!
Deine Kristiane

3 Kommentare

  1. Ich bin schon seit ca. 1 Jahr beim MM dabei – es ist so eine Bereicherung für mich, ich starte aufgeräumter, stressfreier und strukturierter in den Tag.

  2. Schön ist der Artikel geworden, liebe Kristiane!
    Zu meinem Morgen: so ganz „fertig“ ist meine Routine noch nicht. Ich teste noch hin und her. Aktuelle Inhalte: Frische Luft, Dankbarkeits-Rituale, Meditation, raus an die frische Luft (und dafür umziehen 😉 ) und seit neustem Ölziehen.
    Und ja; die Tage ohne Morgenroutine sind sehr… anders.
    Danke für den Artikel und liebe Grüße
    Sarah

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