Was Freundschaft und Glück mit der Frage „Wie geht es dir?“ zu tun haben

Das Wort in meinen letzten Artikel für 2015 und der Serie Glück und Freundschaft hat eine Gastautorin. Elke Schwan-Köhr schickt uns mit ein paar Gedanken zu einer ganz alltäglichen Frage ins neue Jahr. Danke liebe Elke für diesen persönlichen Einblick und den Anstupser.

Was Freundschaft und Glück mit der Frage „Wie geht es dir?“ zu tun haben

„Wie geht es dir?“ – eigentlich eine Frage, die oftmals beiläufig gestellt wird und auf die viele Fragende gar keine ehrliche Antwort haben wollen. Für mich hat genau diese kleine Frage aber eine ganz große Bedeutung. Denn dank dieser vier Worte weiß ich heute, wer meine wahren Freunde sind. Klingt komisch, ich weiß. Ich muss wohl ein wenig ausholen, dass ihr den Zusammenhang zwischen dem großen Glück, wunderbare Freunde zu haben und der Frage „Wie geht es dir?“ versteht. Und ich bin mir sicher, dass ihr in Zukunft diese Frage viel häufiger viel bewusster stellen werdet.

Freunde in der Not

2011 im Herbst wurde bei meiner Mutter ein Magengeschwür diagnostiziert, kurze Zeit später war klar: Es ist bösartig. Es folgte eine Zeit des Hoffens und Bangens, eine Zeit mit schlaflosen Nächten, vielen Tränen, geprägt vom Nachdenken und in mich gehen. Und eine Zeit, in der mir klar wurde, wer meine wahren Freunde sind. Freunde, auf die ich mich immer verlassen kann. Die ich nachts um drei anrufen kann und die mir nicht böse sind, dass ich Frau/Mann und Kinder geweckt habe. Während der Zeit, in der meine Mutter krank war und in der es ihr immer schlechter ging, habe ich viele Anrufe bekommen. Die meisten Anrufer haben gefragt „Wie geht’s deiner Mutter?“ Ein paar wenige waren dabei, die fragten aber „Wie geht es dir?“ Wenn ich heute, mit einigem Abstand, darüber nachdenke, dann weiß ich, dass nicht einmal jemand gefragt hat, wie es mir geht, der die Antwort gar nicht wissen wollte.

Eine ehrliche Frage

Ich möchte allen anderen Fragenden nichts unterstellen. Vielleicht konnten sie mit der Situation nicht so gut umgehen oder sie wussten nicht, wie sie mit mir umgehen sollten.

Aus einigen Freunden sind in dieser Zeit Bekannte geworden. Diejenigen, die aber tatsächlich wissen wollten, wie es mir geht, das waren auch diejenigen, die mich in dieser Zeit unterstützt haben. Und ich kann mich wirklich glücklich schätzen, solche Freunde zu haben! Oft hören wir längere Zeit nichts voneinander. Aber das macht nichts. Denn ich weiß auch so: Sie sind da, sie vergessen mich nicht, und wenn’s drauf ankommt, dann kann ich auf sie zählen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich die Zeit, in der es meiner Mutter so schlecht ging und vor allem die Zeit, nachdem sie den Kampf gegen den Krebs verloren hatte, überstanden hätte. Diese Freunde waren es, die mir Halt gegeben haben. Die mich immer wieder aus meinen trüben Gedanken herausgeholt haben und die mir bis heute ein Gefühl des Zuhauseseins geben, wenn ich bei ihnen bin.

Das große Glück wunderbare Freunde zu haben

Heute weiß ich auch:

Denn ich habe wunderbare Freunde, die mir aufhelfen und den Schmutz von der Hose putzen, wenn ich gefallen bin. Oder die dafür sorgen, dass ich weich falle. Was für ein Glück, oder? Denn mir ist klar, dass das Leben eben kein Ponyhof ist und dass es immer wieder schwere Zeiten geben wird. Und da ist es doch gut zu wissen, dass meine Freunde da sind – und natürlich auch umgekehrt ich für sie! Es sind nicht viele, die ich heute wirklich noch als gute Freunde bezeichne. Aber das macht mir nichts. Denn lieber habe ich eine Handvoll guter Freunde, als viele, die nur die Maske der Freundschaft tragen. Was diese wenigen guten Freunde vereint? Die Frage „Wie geht es dir?“ Und das Wissen darum macht mich glücklich.

Elke schwan koehr

Elke von federführend media sagt: Unternehmenskommunikation geht heute weit über das eindimensionale Lesen von Texten hinaus, sie ist crossmedial und es findet dank Internet heute auch ein Dialog zwischen Unternehmen und Kunden oder Geschäftspartnern statt. Wer das erkennt, der hat den ersten Schritt auf der Erfolgsleiter bereits erklommen. Elke kümmert sich um Redaktionelle Arbeit, journalistische Texte, Blog-Artikel PR-Texte, Social Media-Betreuung, um Texte die mit Worten Bilder malen.

2 Kommentare

  1. Ein schön geschriebener Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Du hast recht, wer nur der Höflichkeit halber nachfragt, erkundigt sich wohl in der Regel nur nach dem / der Kranken. Ich weiß nicht mehr, wie stark oder schwach unser unregelmäßiger Kontakt in dieser schwierigen Zeit war, aber ich hoffe, du weißt, dass du in der Not auf mich zählen kannst. Ich wäre zwar ziemlich überrascht, wenn du mitten in der Nacht bei mir anrufst, würde aber davon ausgehen, dass es wichtig ist, und aufstehen und zuhören. (((hugs))) Ich wünsch dir einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr, liebe Elke!

    • Ach Mensch, das ist ja lieb von dir, danke! Jetzt hab ich echt ein bisschen Pipi in den Augen. Gilt natürlich umgekehrt ganz genauso! 🙂
      Dir auch einen guten Rutsch und ein wunderbares 2016!

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